Wildromantisch, ursprünglich und malerisch, aber auch ein wenig rau und geheimnisvoll: In unserem Reisetipp entführen wir Sie an die Stiefelspitze Italiens nach Kalabrien. Traumhafte Strände und Küsten laden zum Entdecken, Baden, Schnorcheln und Entspannen ein, kleine Städtchen verzaubern mit ihrem Charme und kulinarisch bleiben keine Wünsche offen.

Zwar kann Kalabrien vielleicht nicht mit den malerischen Hügeln der Toskana mithalten, dennoch hat die Landschaft hier ihren ganz eigenen Reiz. Es ist sehr bergig und die Straßen schlängeln sich in Serpentinen nach oben und wieder nach unten. So wird der Weg oftmals zum Ziel: Die Berge sind gesäumt von Olivenhainen mit Bäumen, die wohl zum Teil schon einige Jahrhunderte an ihrem Platz stehen.

Größere Städte gibt es nur wenige, das Leben spielt sich auf dem Dorf ab. Dadurch ist die gesamte Atmosphäre unheimlich herzlich, freundlich und vertraut. Man fühlt sich vom Fleck weg willkommen und dazu eingeladen, mit den Einheimischen das Leben zu genießen.

Genuss bedeutet natürlich vor allem eines: gutes Essen! Und davon gibt es in Kalabrien reichlich. Die Spezialitäten der Region sind Tartufo, die berühmten Tropea-Zwiebeln, eine milde Sorte roter Zwiebeln, und Chilli – wer gerne scharf isst, ist hier also am richtigen Ort. Die Gerichte sind vergleichsweise deftig, es wird viel mit Gemüse gekocht und gerne Fisch serviert. Tintenfisch und Muscheln kommen bevorzugt auf den Teller, aber auch Schwertfisch, der für die Gegend typisch ist.

Sehr empfehlenswert ist ein Ausflug auf die Äolischen Inseln. Diese Inselgruppe unweit der Küste besteht aus mehreren Inseln, die meisten von ihnen vulkanisch und durchaus aktiv, wie die berühmteste von ihnen, Stromboli. Diese bietet am gesamten Capo Vaticano – ein besonders schöner Küstenabschnitt mit reizenden Buchten und paradiesischen Sand- und Steinstränden – Abend für Abend die perfekte Kulisse für romantische Sonnenuntergänge.

Ein kleiner Geheimtipp ist die Gegend um Joppolo – zwar ist die Küste hier felsig, doch verirren sich nur wenige Touristen hierher, weswegen es wunderbar ruhig ist. Das Steinufer ist perfekt für einen Schnorchelausflug, denn die Unterwasserwelt zeigt sich hier besonders eindrucksvoll. Und im La Conchiglia kann man nicht nur hervorragende Pizza essen, sondern feinste Fischspezialitäten nach kalabrischer Art.

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„Le Case di Berto“ – unweit des Leuchtturms am Capo Vaticano steht den Gästen eine einzigartige private Bucht zum Baden und Entspannen zur Verfügung. Die Ferienwohnungen liegen in einem charmanten, weitläufigen Garten und bieten Ruhe und Privatsphäre. Die Straßen sind gesäumt von Obst- und Gemüseständen kalabrischer Bauern, so dass selbst Kochen zum wahren Vergnügen wird.

Le Case die Berto – Faro Capo Vaticano

 

Mondäner und luxuriöser werden die Gäste im Capovaticano Resort Thalasso & SPA verwöhnt – die gepflegte Anlage verfügt über einen eigenen Strandabschnitt, einen großzügigen Salzwasserpool und begeistert mit feiner, italienischer Küche auf der Sonnenterrasse.

Die Zimmer haben alle einen Balkon oder Außenbereich, sind geräumig, sauber und lassen nichts an Komfort vermissen – der perfekte Ort, um so richtig die Seele baumeln zu lassen.

Resort Thalasso & SPA Capovaticano

 

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Der Flughafen Lamezia Terme (SUF) wird von den meisten größeren deutschen Flughäfen aus angeflogen. Ein Mietwagen ist unbedingt empfehlenswert, da Kalabrien sehr ländlich ist und mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur sehr schwer zu bereisen. Aber: Unbedingt mit Navigationsgerät buchen, ohne ist man im Serpentinendschungel schnell verloren.

 

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Die schönsten Strände finden sich entlang des Capo Vaticano von der Südspitze bis nach Zambrone und Pizzo. Weiter südlich ist die Küste oft von Felsen geprägt, was ihrer Schönheit jedoch keinen Abbruch tut. Zudem ist das Wasser dadurch noch klarer, und in den Felsen verbergen sich nicht selten zahlreiche Meeresbewohner – für eine Schnorcheltour also optimal.

Ein Besuch in Tropea ist ohne Frage ein Muss – die historische Altstadt liegt auf einem Felsen hoch über dem Meer und bietet einen fantastischen Ausblick. Auch einen Ausflug wert ist Scilla – ein malerisches Städtchen in Richtung Süden, von dessen Strand man bereits Sizilien erblicken kann. Scilla ist vor allem bekannt für seine Fischspezialitäten.

Besonders mutigen Gourmets sei zudem ein Trip nach Mammola empfohlen, allerdings ist das nicht für jeden Geschmack. Das Dorf in den Bergen ist wegen eines ganz besonderen Gerichts lokal berühmt: Stockfisch in jeglicher Variation. Wegen seiner Lage weit abseits des Mittelmeers wurde der Fisch traditionell getrocknet, so haltbar gemacht und dann in die Berge gebracht, wo er in Wasser eingelegt und anschließend zubereitet wurde.

Eine Tradition, die sich bis heute erhalten hat und in den vielen Restaurants am Ort angeboten wird.

 

 

 

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Die Italienerinnen genießen im Allgemeinen den Ruf, sehr modebewusst zu sein – besonders beim Dinner wird sorgfältig auf die Wahl des richtigen Outfits und den perfekten Schick geachtet. Packen Sie also gerne auch Ihre Ausgehklamotten in den Koffer – ob ein eleganteres Kleid, einen schicken Rock mit Bluse und High Heels oder Pumps oder eine enge Hose kombiniert mit einer fließenden Tunika.

Damit sind Sie auf jeden Fall perfekt gestylt. Die Abende können auch mal kühler werden, weshalb eine Jacke im Gepäck nicht schaden kann, wie ein legerer Blazer oder eine Feinstrickjacke. Tagsüber kann es ruhig ein lässiger, bequemer Look sein – Jogpants, Shorts oder fließende, luftige Röcke, kombiniert mit Shirts und Tops oder leichten Blusen.